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Erneuerbare Energien machen Brennstoffimporte in
Höhe von 11 Milliarden Euro überflüssig
BEE veröffentlicht Jahreszahlen für 2011
Berlin, 06. Februar 2012: Nach Berechnungen des Bundesverbandes
Erneuerbare Energie (BEE) haben regenerative Energien im Jahr 2011
Brennstoffimporte in Höhe von 11 Milliarden Euro ersetzt und
mehr als 9 Milliarden Euro externe Kosten vermieden. Insgesamt stieg
der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch im letzten Jahr
in Deutschland auf 11,9 Prozent – was einer Einsparung von
127 Millionen Tonnen Kohlendioxid entspricht. „Diese beeindruckenden
Zahlen belegen einmal mehr die Bedeutung Erneuerbarer Energien für
den Klimaschutz und die zunehmende Unabhängigkeit von Energieimporten“,
stellt BEE-Präsident Dietmar Schütz zusammenfassend fest.
Im Strombereich stieg der Anteil der Erneuerbaren im letzten Jahr
um rund 4 Prozent auf 20,1 Prozent und fiel im Wärmesektor
auf 9,4 Prozent (2010: 9,6 Prozent). Ebenso sank der Anteil Erneuerbarer
Energien am Kraftstoffverbrauch im vergangenen Jahr auf 5,5 Prozent
(2010: 5,8 Prozent).
Führend bei der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen war
im letzten Jahr erneut die
- Windenergie mit 48,1 Terawattstunden (TWh),
- gefolgt von der Wasserkraft (19,0 TWh),
- der Photovoltaik (18,5 TWh)
- und der Stromerzeugung aus heimischen Biogasanlagen (17,5 TWh).
- Rund 11,3 TWh Strom wurden 2011 aus fester Biomasse gewonnen.
Insgesamt lag die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien im
Jahr 2011 bei 122,3 TWh (2010: 104,4 TWh).
Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung sank
im vergangen Jahr hingegen um 0,2 Prozent auf 9,4 Prozent. Dieser
Rückgang ist im Wesentlichen auf die milden Witterungsbedingungen
im letzten Jahr zurückzuführen. Die Zunahme der installierten
Anlagen bewegt sich bei Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen
auf einem geringen Niveau. „Diese schwachen Zahlen belegen
erneut die Dringlichkeit für ein verlässliches und haushaltsunabhängiges
Förderinstrument für den Ausbau regenerativer Energien
im Wärmesektor“, so Schütz. Die Bundesregierung
müsse hier endlich handeln, fordert er.
Weiterhin problematisch sei auch die Lage im Kraftstoffsektor.
Hier sank der Anteil regenerativer Kraftstoffe am Gesamtkraftstoffverbrauch
im letzten Jahr auf 5,5 Prozent. „Der Rückgang ist vor
allem auf einen erneuten Absatzeinbruch bei reinem Biodiesel und
reinen Pflanzenölen zurückzuführen. Geht diese Entwicklung
weiter, werden wir das EU-Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien
im Verkehrssektor bis zum Jahr 2020 auf 10 Prozent zu erhöhen,
deutlich verfehlen“, folgert Schütz.
Zum Download:
Zahlen
zu den Erneuerbaren Energien im Jahr 2011 (PDF: 55 KB)
BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Ronald Heinemann
Referent für Medien und Politik
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